02.12.2013

Berührende Lesung aus “Leben trifft Sterben”

Die stimmungsvolle Atmosphäre in der weihnachtlich geschmückten Kapelle der Huyssens-Stiftung versprach einen besonderen Abend. Viele Interessierte waren der Einladung von MENSCHENMÖGLICHES zur Lesung aus dem unlängst herausgebrachten Charity-Buch “Leben trifft Sterben” gefolgt. Das von Helen Sibum geschriebene Buch soll den Tod enttabuisieren, Mut machen und ihn als natürlichen Teil des Lebens begreifbar machen.

Dem Buch liegen Geschichten über das Reisen zugrunde. Denn Reisen und Sterben weisen Parallelen auf. Wie das Sterben erfordert das Reisen Mut, denn es bedeutet Ungewissheit. Was erwartet uns hinter der nächsten Ecke, welche Begegnung, welche Herausforderung? Was der Reisende erlebt, lässt sich nur begrenzt planen. Man kann Weichen stellen, und bleibt doch immer Ergebener der Umstände.

Zwei Weggefährten haben uns an diesem Abend in beeindruckender Weise an den Reisen ihrer Liebsten teilhaben lassen. Ein begleitender Arzt erzählte die Geschichte einer Dame im Altenheim, die kurz vor ihrem Tod noch einmal in den Genuss einer Sahnetorte kam.

Durch den Abend führte der Moderator Stephan Hermsen, der es in der anschließenden Podiumsdiskussion mit der Autorin, den zwei Betroffenen, dem Palliativmediziner und einer Mitarbeiterin der ambulanten spezialisierten Palliativversorgung (SAPV) verstand, mit viel Herz und einfühlsamen Fragen eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Anwesenden wohl fühlten.

Unsere Zuhörer schienen sichtlich berührt und nachhaltig bewegt von der Offenheit der Lesenden.

Im Anschluss an die Lesung erfolgte ein reger Austausch bei Häppchen und Getränken, während der Klartext-Verlag mit dem Verkauf von 33 Büchern einen großen Erfolg erzielte. Die gesamten Einnahmen aus dem Buch kommen dem Projekt ‚Schwere Last von kleinen Schultern nehmen‘ des Vereins MENSCHENMÖGLICHES zugute.

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