Mitgliederstimmen

Das sagen unsere Mitglieder zu unseren Projekten:

Tim Geldmacher, Vorsitzender

“Der Themenkomplex Sterben und Tod ist in unserer Gesellschaft nach wie vor ein Tabuthema, dem sich die Menschen oft genug nur stellen, wenn sie damit direkt konfrontiert werden. Diejenigen, die alles um diesen Themenbereich ausblenden, verpassen eine Chance sich selbst mit dem irgendwann für uns alle Unausweichlichen auseinanderzusetzen und dadurch vielleicht einen gewissen Frieden zu erlangen. Die Tabuisierung des Themas ist aber auch verantwortlich dafür, dass die Gesellschaft dort ihren Blick abwendet, wo es um die letzte Lebensphase geht. Die Betroffenen, ihre Angehörigen, die Pflegekräfte, Ärzte und Seelsorger, die die Betreuung übernehmen, verdienen unsere unbedingte Unterstützung. Das Netzwerk Palliativmedizin Essen um Frau Dr. Marianne Kloke leistet hier Großartiges. Der Verein MENSCHENMÖGLICHES e.V., der aus dem Kreis der Freunde und Förderer des Evang. Krankenhauses Huyssens-Stiftung hervorgegangen ist, macht es sich zur Aufgabe das Thema in die Gesellschaft zu tragen, zu enttabuisieren und dort nachhaltige Hilfe zu ermöglichen, wo sie sinnvoll und notwendig ist. Dabei konzentrieren wir uns vor allem auf die Bereiche, für die es nur eine sehr schwache Lobby gibt. Die Schilderungen von Frau Dr. Kloke über die Notwendigkeit einer verbesserten Palliativmedizin in Altenheimen haben mich persönlich sehr betroffen gemacht. Das Wissen um die Missstände verpflichtet zur Hilfe.”

Karin Brecklinghaus

“Meine Mutter und Schwiegermutter haben viele Jahre schwerkrank in Heimen gelebt, in denen sie gut versorgt wurden. Dennoch hätte ich mir in ihrem letzten Lebensabschnitt eine individuell auf ihre Wünsche und Bedürfnisse abgestimmte Pflege und Betreuung und eine stärkere Einbindung der Angehörigen gewünscht, damit sie würdevoller hätten sterben können. Ich bin Mitglied im Verein MENSCHENMÖGLICHES, weil mich schon das erste Projekt des Vereins überzeugt und ich Menschen helfen möchte, die sich selbst nicht mehr helfen können.”

Freddy Fischer

“Das Team der Menschen, die hier zusammenarbeiten und die zentrale Zielsetzung des ersten Projektes – den letzten Lebensabschnitt von den Menschen in unserer Region menschenwürdig zu gestalten – haben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich ausgelöst! Gerade dieser Lebensabschnitt ist in unserer Gesellschaft oft mit einem Tabu belegt. Schönheit und Fitness stehen in unserem Fokus, Alter und Tod verdrängen wir zu gerne. Da dieses Denken jeden Menschen einmal einholt, empfinde ich es als ganz wichtig sich mit diesem Lebensabschnitt zu beschäftigen, zu einer Zeit wo wir jung und gesund sind. Ich sehe es als eine wichtige gesellschaftliche Herausforderung den Mantel des Tabus wegzureißen und eine offene relaxte Umgehensweise mit Alter und Tod einzuleiten! Aufklärungsarbeit und der Blick in andere Kulturen um von ihnen zu lernen, wie sie mit diesen Dingen umgehen können uns helfen. Hier möchte ich meinen persönlichen Arbeitsschwerpunkt setzen! So dass wir Ruhrgebietsbürger freudig und mit Neugier in diesen Lebensabschnitt eintreten können.”

Dr. Dirk Herting

“Als Hausarzt bin ich Mitglied des Vereins, um mich auch außerhalb meiner Praxis für das immer häufiger auftretende Problem der Palliativmedizin zu engagieren, bzw. die professionelle Schulung von Pflegekräften zu unterstützen – auch möchte ich meine eigenen Fähigkeiten, bzw. Kenntnisse diesbezüglich verbessern.”

Michaela Kempf

“Trost gibt der Himmel, von dem Menschen erwartet man Beistand.” (Ludwig Börne)
“In jungen Jahren habe ich erleben müssen, was es heißt, Abschied von geliebten Familienmitgliedern zu nehmen. Ich habe stets versucht, ihnen Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn man selbst keine Kraft mehr hat, ist man auf andere Menschen angewiesen. Unsere Kraft, die wir haben, sollten wir teilen und damit helfen.”