Projekt: Supportive Care Nurse Onkologie

Warum Unterstützung in der Onkologie wichtig ist:

Die Diagnose „Krebs“ kann bei Betroffenen neben körperlichen Belastungen und oft straffen Behandlungskonzepten auch zu Rat- und Hilflosigkeit führen. Wenn tumorspezifische Maßnahmen beendet werden – häufig aber auch lange vorher –, müssen viele Aufgaben bewältigt werden:

„Wer hilft mir zuhause?“, „Wer kümmert sich um meine Angehörigen?“, „Wie soll ich es meinen Kindern erklären?“, „Was heißt eigentlich palliativ?“, „Was macht denn ein ambulanter Hospizdienst?“, „Wie komme ich an ein Pflegebett?“– nur ein kleiner Ausschnitt der Fragen, denen sich Mitarbeiter der Onkologie oft stellen müssen. Und trotz ausgefeilter wissenschaftlicher Selbsterfassungsmethoden werden viele Sorgen und Nöte erst im persönlichen Gespräch offenbar, das die normale Visitenzeit bei weitem überschreitet.

Damit die vielfältigen Bedarfe und Bedürfnisse onkologischer Patienten und ihrer Zugehörigen nicht nur wahrgenommen, sondern strukturiert erfasst und bearbeitet werden können, unterstützt Menschenmögliches seit 2017 die „Supportive Care Nurse“ der internistischen Onkologie unter Leitung von Prof. Dr. M. Stahl in den Kliniken Essen-Mitte.

Ihr Aufgabenbereich umfasst:

  • Strukturierte Visitenbegleitung und Screening auf Palliativberatungs -und -versorgungsbedarf auf allen Stationen der Internistischen Onkologie im Betriebsteil Ev. Huyssensstift
  • Einzelgespräche und Beratung zu palliativen Angeboten
  • Brückenfunktion zu anderen Berufsgruppen
  • Hilfestellung, wenn Selbsterfassung nicht (komplett) möglich ist
  • Entlassmanagement in Kooperation mit dem Sozialdienst
  • Mitarbeit im Team der „Palliativ-Komplex-Therapie“ und Teilnahme an der wöchentlichen Teamsitzung
  • Heil- und Hilfsmittelberatung bzw. entsprechende Kontaktvermittlung
  • Kontakt zu ambulanten Versorgungsstrukturen
  • Telefonische Weiterberatung für Patienten und Zugehörige

Die strukturierte Erfassung palliativer Bedarfe und deren Bearbeitung hilft maßgeblich, onkologische Patienten noch nachhaltiger zu versorgen und durch vorausschauende Planung unnötige Krankenhausaufenthalte zu vermeiden.

Das Angebot ist für die Patienten selbstverständlich kostenlos.

Die Stelle ist besetzt durch eine Palliativfachpflegekraft in laufender Ausbildung zum Case Management.

 

Kontakt

Die Palliativberatung erreichen Sie werktags von 8 – 16 Uhr unter der Telefonnummer 0201 174-24121. Oder Sie schreiben eine Mail an: k.kopka@kliniken-essen-mitte.de Ihre Ansprechpartnerin ist Katharina Kopka. Beratungsgespräche können telefonisch vereinbart werden.

Katharina Kopka
T: (0201) 174 241 21
M: k.kopka(at)kliniken-essen-mitte.de