„Schwere Last von kleinen Schultern nehmen”

Familienbegleitung durch Krankheit und Trauer

Warum eine spezielle Einrichtung?

Wir unterscheiden in unserer Arbeit vier Phasen:

1. Ersterkrankung
2. Rezidiv
3. Finalphase
4. Nach dem Tod

Wenn ein Elternteil schwer erkrankt ist, stellt dies für die gesamte Familie eine völlig neue Herausforderung dar. So sind auch die Kinder dieser Belastungssituation ganz besonders ausgesetzt. Sie erfahren, dass die Menschen, die ihnen bisher Halt, Schutz und Sicherheit gaben, von Sorgen bedrückt sind und ihnen im Alltag nicht wie gewohnt zur Verfügung stehen. Der Alltag gerät „aus den Fugen“, die gemeinsame Orientierung kann verloren gehen.

Wann ist eine Begleitung notwendig?

Die Sorgen, die Fragen, die Verunsicherungen der Eltern sowie Großeltern oder nahestehenden Bezugspersonen, sind vielfältig und berechtigt. Die Reaktionen von Kindern und Jugendlichen können sehr unterschiedlich sein. Es gibt deutliche Signale, wenn Beratung und Begleitung notwendig werden: Kinder können u.a. mit Rückzug, Anpassung, Verweigerung, Anhänglichkeit oder große Verunsicherung reagieren. Die drei Fachkolleginnen betreuen die Familien in den vier oben genannten Phasen, in denen sich ein Elternteil befinden kann.

Welche Formen der Unterstützung gibt es?

Elternkontakt:

  • Auseinandersetzung mit der Verunsicherung
  • Stützung des elterlichen Kompetenzerlebens
  • Lösungsstrategien entwickeln
  • Klärung der Kommunikation über die Erkrankung (offen und ehrlich)

Familienkontakte:

  • Unterstützung offener Kommunikation
  • Wahrnehmen der unterschiedlichen Verarbeitungsstrategien der einzelnen Familienmitglieder

Kinderkontakte:

  • altersspezifische und entwicklungsabhängige Angebote, um eine eigene kognitive Orientierung zu ermöglichen
  • Klärung von Ängsten, Sorgen und Belastungen
  • eigene Bedürfnisse und eigene Gefühle wahrnehmen

Für die Familien gilt es, ein stützendes Miteinander gemeinsam zu stärken und weiter zu entwickeln. So gehört zu der Begleitung der Eltern und ihrer Kinder auch das soziale Umfeld. Wenn Eltern es wünschen, werden sowohl die Angehörigen, als auch Großeltern,  Schulen und Kindergärten im Unterstützungsrahmen begleitet.

Angehörigenkontakte

Soziale Netzwerkarbeit (Schulen, Kindergärten, Jugendamt etc.)

Die Begleitung und Beratung findet:

  • auf der Station
  • im Familienzimmer
  • mobil,  in den Familien statt.

Das Angebot erstreckt sich über den Zeitraum einer einmaligen Beratung bis zu einer mehrmonatigen Begleitung.

Diese Einrichtung wird vom Verein MENSCHENMÖGLICHES e.V. unterstützt, der maßgeblich an der Förderung und dem Ausbau der Einrichtung beteiligt ist. Die Einrichtung “Schwere Last von kleinen Schultern nehmen” ist ein wichtiger Baustein im gesamten Therapieverlauf, um die Familie zu entlasten und die Kinder in einer aktiven und bewussten Auseinandersetzung mit der Situation zu unterstützen.

Download Infobroschüre
“Wenn ein Elternteil schwer erkrankt”

Download Infoflyer
“Schwere Last von kleinen Schultern nehmen”

Adresse des Familienzimmers

Wallotstr. 4, 45136 Essen

Kontakt

Susanne Kraft, Päd. Leitung und GF der Einrichtung
T: (0201) 174 243 88
M: s.kraft(at)kem-med.com

Carina Vorbohle, Stellv. päd. Leitung
T: (0201) 174 243 77
M: c.vorbohle(at)kem-med.com

Kirsten Becker, Päd. Mitarbeiterin
T: (0201) 174 243 66
M: k.becker(at)kem-med.com