Kühlhaubensystem

Chemotherapie ohne Haarverlust

Spenden ermöglichen den Patienten, dass die hohen Kosten für Anschaffung und Betreibung der Kühlhaubensysteme nicht von ihnen selbst getragen werden müssen. Jede Spende hilft!

Die Diagnose „Krebs“ löst in den meisten Betroffenen Ängste aus. Ängste vor Sterben und Leid, aber auch Ängste vor den Nebenwirkungen der Krebstherapien. Eines der größten Probleme bedeutet für viele der betroffenen Patientinnen die Angst vor dem Verlust ihrer Haare unter einer Chemotherapie. Diese Tatsache zählt bei vielen Frauen zu den größten Stressfaktoren und schränkt nicht nur ihre Lebensqualität bedeutend ein, sondern kann durch eine hohe psychologische Belastung zu Depressionen führen. Manchmal wird deshalb sogar die Chemotherapie abgelehnt und damit die Heilungschancen riskiert.

In dem Frauenkrebszentrum der Kliniken Essen-Mitte wird diesem Thema auf zwei Wegen begegnet. Einerseits beteiligten sich die Ärzte des Brustzentrums und der Gyäkologischen Onkologie an der Entwicklung nebenwirkungsärmerer Therapien, die weniger Haarverlust auslösen, andererseits entwickeln sie Tests beim Brustkrebs, die bei einem Teil der Patientinnen erkennen können, dass gar keine Chemotherapie gegeben werden muss. Eine dritte Initiative für die Patientinnen, die weiterhin unbedingt eine Chemotherapie brauchen, kommt seit zwei Jahren zum Einsatz: ein Kühlhaubensystem. Die Patientinnen tragen diese Kappen während der Chemotherapie. Die Kopfhaut der Patientinnen wird dabei heruntergekühlt, was zu einer Verengung der Gefäße an der Kopfhaut führt und somit bei 80 % der Frauen Haarverlust vorbeugt. Auf das Tragen einer Perücke kann somit meistens verzichtet werden.

Die Nachfrage nach den Kühlkappenplätzen ist so hoch, dass MENSCHENMÖGLICHES in 2020 mit Hilfe vieler Sponsoren ein zweites Kühlhaubensystem für die Chemotherapieeinheit des Frauenkrebszentrums an den Kliniken Essen-Mitte anschaffen wird. „MENSCHENMÖGLICHES hat hiermit einen wesentlichen Beitrag geleistet, die Lebensqualität und das Selbstwertgefühl vieler Patientinnen im Frauenkrebszentrum zu steigern“, so die übereinstimmende Einschätzung der Professoren Kümmel und du Bois. „Wir sind im Namen der Patientinnen sehr dankbar“.